FAQ zu Machine-as-a-Service für Laserschneiden oder Biegen von Blechen
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Wir erklären unser Partnermodell für das automatisierte Biegen:
Was ist Machine-as-a-Service (MaaS)?
Machine-as-a-Service (MaaS) ist weit mehr als der Kauf einer Roboterzelle. Mit unserem Partnermodell übernehmen wir die NC-Programmierung, Produktionsplanung sowie die Remote-Überwachung und Entstörung Ihrer Anlage. Sie profitieren von einer automatisierten Fertigung, ohne eigenes Programmier-Know-how oder zusätzliches Fachpersonal aufbauen zu müssen.
Mit welchen Abkantpressen ist das MaaS-Modell kompatibel?
Unsere Starmatik-Robotik lässt sich mit Abkantpressen fast aller namhafter Hersteller kombinieren, unter anderem:
- Trumpf
- Bystronic
- LVD
Wichtig ist nur, dass eine Robotik-Schnittstelle für Drittanbieter vorhanden ist oder nachgerüstet werden kann.
Welche Vorteile bietet die Starmatik-Robotikzelle?
Die Vorteile und Funktionalitäten der Starmatik Robotik im Kurzüberblick:
- Modernste Robotik mit kurzen Zykluszeiten
- Unschlagbare 30 Jahre Erfahrung im automatisierten Biegen mit Kantbänken von verschiedensten Herstellern, über 1.300 Installationen weltweit
- Individuelle Greifer, abgestimmt auf Ihre Teile
- Automatisiertes Rüsten: vollautomatischer Wechsel von Greifern und Biegewerkzeugen
- Non-stop-Betrieb möglich: Be- und Entladen bei laufendem Roboter in manchen Zellen möglich
- Höhere Produktivität im Biegen, geringere Stückkosten
- Entlastung der Mitarbeiter bei schweren Bauteilen, auch über 100kg Bauteilgewicht möglich
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Für die Teilnahme am MaaS-Modell benötigen Sie:
- ausreichend Hallenfläche inklusive notwendiger Raumhöhe
- Strom- und Druckluftversorgung
- eine geplante Mindestauslastung von 176 Stunden pro Monat (1-Schicht-Betrieb) für die Robotik-Zelle
Für welche Losgrößen eignet sich MaaS?
Durch die digitale Arbeitsvorbereitung ist das System in der Regel ab einer Losgröße von ca. 30 Teilen wirtschaftlich. Je nach Bauteilgeometrie können auch kleinere Stückzahlen sinnvoll automatisiert werden. Im Durchschnitt sollte eine Losgröße von ungefähr 70 Stück oder mehr erreicht werden.
Welche Vorteile bietet das MaaS-Konzept?
Mit unserem Modell profitieren Sie von:
- höherem Automatisierungsgrad und gesteigerter Produktivität
- vollständiger NC-Programmierung durch Blechnext
- Remote-Überwachung und Entstörung der Anlage durch Zugriff auf die Steuerung und Kamera
- integrierter Qualitätskontrolle mit 3D-Sensorik
- Begleitung der kompletten Inbetriebnahme
- Unterstützung bei Servicefällen und Kommunikation mit Herstellern
- kalkulierbaren Betriebskosten
Wie verläuft der Beratungsprozess mit Blechnext?
- Zuerst stellen wir Ihnen das Konzept in einer einstündigen Videokonferenz vor.
- Wir erstellen im Anschluss daran gerne eine kostenlose und unverbindliche Zykluszeitstudie auf Basis Ihrer Teile (idealerweise 20 bis 30 Geometrien mit der jeweiligen Losgröße bzw. Jahresabrufmenge).
- Wir stellen Ihnen das Ergebnis in einer 30-minütigen Videokonferenz vor.
- Idealerweise erfolgt im Anschluss ein Vor-Ort-Termin in Ihrem Unternehmen.
Welche Kosten entstehen?
Die Investition setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
Einmalige Investitionen
- Anschaffung der Starmatik-Robotik (Vermittlung zu Finanzierungspartnern möglich)
- Anschaffung oder Anbindung einer Abkantpresse (Robotik-Schnittstelle)
- Pauschale für Begleitung der Abnahme und Inbetriebnahme durch Blechnext: 10.000 €
Monatliche Leistungen
- Abrechnung der Nutzung pro Monat nach Maschinenstunden laut NC-Programm
- Mindestabnahme: 176 Stunden pro Monat
- Stundensatz 1. Schicht: 19,90 €
- Mindestbetrag: 3.502,40 € pro Monat
- Weitere Schichten: 12,50 € pro Stunde
Vom Kunden bereitzustellen
- Hallenfläche
- Strom und Druckluft
- Biegewerkzeuge
- Materialbereitstellung: Rechtzeitige Zu- und Abführung der Bauteile
- Reinigung, Wartung und Instandhaltung
Was passiert, wenn die Mindestauslastung nicht erreicht wird?
Die vertraglich vereinbarte Mindestabnahme von 176 Stunden pro Monat bleibt bestehen. Wird diese Auslastung unterschritten, wird dennoch der vereinbarte Mindestbetrag berechnet.
Wie lange ist die Laufzeit des Partnervertrags?
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 5 Jahre. Individuelle längere Laufzeiten können vertraglich vereinbart werden.
Wie läuft die Zusammenarbeit im Alltag ab?
Der typische Ablauf:
- Produktionsaufträge werden von Ihnen über das Blechnext-Webportal oder eine ERP-/MES-Schnittstelle bereitgestellt.
- Blechnext übernimmt Produktionsplanung und NC-Programmierung.
- Die Programme werden online auf die Anlage übertragen.
- Ihre Mitarbeiter stellen das Material bereit.
- Unsere Remote Operator fahren die Teile ein und der Roboter fertigt die Bauteile automatisch.
- Die Fertigteile werden auf bereitgestellten Paletten abgelegt und anschließend abtransportiert.
Wie viel Personal wird benötigt?
Der Personalbedarf ist gering. Die Roboterzelle arbeitet viele Stunden mannlos. Ihre Mitarbeiter übernehmen hauptsächlich:
- Materialbereitstellung
- Intralogistik
- einfache Entstörung unter Anleitung
- Wartung und Reinigung
Erhalten unsere Mitarbeiter eine Schulung?
Ja. Im Rahmen der Inbetriebnahme schulen wir alle beteiligten Mitarbeiter. Die Schulung umfasst unter anderem:
- Materialbereitstellung
- Ablauf der Produktion
- Reinigung und Wartung
- Verhalten bei Störungen
Besondere Programmier- oder Maschinenbedienkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wie erfolgt die Programmierung der Anlage?
Die komplette NC-Programmierung übernimmt Blechnext. Die Programme werden per Fernzugriff über das Internet auf die Anlage übertragen.
Im Regelfall benötigen wir etwa 24 Stunden Vorlauf, in dringenden Fällen können wir häufig auch schneller reagieren.
Wie funktioniert die Fernwartung?
Unsere Experten überwachen die Anlage per Remote-Zugriff und können viele Störungen direkt online beheben.
- Wir haben einen vollen Zugang auf die Zellensteuerung der Biegemaschine über das Internet.
- Wir haben Kameras, um dem Remote-Operator die Lage in der Zelle jederzeit anzeigen zu können.
Der aktuelle Support erfolgt von Montag bis Freitag 16 Stunden am Tag. Mittelfristig ist ein 24-Stunden-Support von Montag bis Samstag vorgesehen.
Wie funktioniert die Qualitätsprüfung?
Die Qualitätsprüfung wird als 3D-Laserscan durchgeführt, der bis auf Zehntelmillimeter genau die Oberfläche des Teils vermessen kann. Die Qualität zu überprüfen ist für uns sehr wichtig und wird für die ersten drei Teile eines Produktionsloses immer durchgeführt. Wir prüfen dabei den Winkel und die Schenkellänge von jeder Biegung. Eine Prüfung von Teilen in einem von Ihnen gewünschten Intervall (z.B. jedes 10. Teil) ist ebenfalls möglich. Der zusätzliche Zeitaufwand ist durch die Integration in die Zellensteuerung gering und wir können Ihnen die Qualitätsdaten zur Verfügung stellen.
Was passiert bei einem Maschinendefekt?
Blechnext erkennt Störungen häufig bereits über die Fernüberwachung und unterstützt Sie bei der Fehleranalyse.
Ist eine Remote-Lösung nicht möglich:
- koordinieren wir den Serviceeinsatz
- unterstützen die Kommunikation mit den Maschinenherstellern
- begleiten die weitere Fehlerbehebung
Was passiert, wenn das Material nicht rechtzeitig bereitgestellt wird?
Kann aufgrund fehlender Laserzuschnitte oder anderer betrieblicher Gründe nicht produziert werden, gelten dennoch die vertraglich vereinbarten Mindeststunden, sofern diese im jeweiligen Monat nicht anderweitig erreicht werden.
Kann der Roboter auch nachts oder in zusätzlichen Schichten arbeiten?
Ja. Die Anlage kann auch unbeaufsichtigt in der zweiten oder dritten Schicht produzieren – vorausgesetzt, Material und Paletten wurden rechtzeitig bereitgestellt.
Auf Wunsch unterstützen wir zusätzlich mit Lösungen zur automatisierten Materialversorgung.
Wie erfolgt die Kommunikation während der Produktion?
Produktionsstatus, Auftragsdaten und Fertigmeldungen erfolgen über das Blechnext-Webportal. Alternativ können Schnittstellen zu bestehenden ERP- oder Produktionssystemen integriert werden.
Unterstützt Blechnext auch bei der Kommunikation mit Starmatik?
Ja. Wir übernehmen gerne die Koordination und Kommunikation mit Starmatik und unterstützen Sie bei technischen sowie organisatorischen Fragestellungen.
Wir erklären unser Partnermodell für das Laserschneiden:
Was ist das Besondere am Blechnext Konzept „Machine-as-a-Service“?
Machine-as-a-Service ist mehr, als eine vollautomatische Maschine für die eigene Fertigung zu kaufen. Wir von Blechnext betreiben die Anlage komplett durch NC-Programmierung und Entstörung über das Internet. Sie benötigen keine zusätzlichen Programmierkenntnisse oder Fachpersonal, sondern profitieren von einem Rundum-Maschinen-Service bei der Fertigung Ihrer Kundenaufträge zur Blechbearbeitung.
Welche Voraussetzungen muss ich als Blechverarbeiter für MaaS erfüllen?
- Ausreichende Größe und Höhe der Fertigungshalle sowie Traglast des Fundaments zur Aufstellung der Maschine inklusive des Lagersystems. Wir begehen gemeinsam mit Ihnen und einem Team von Trumpf die Räumlichkeiten, um die Eignung zu prüfen.
- Gute eigene Auslastung in der Produktion: die TruLaser Center 7030 ersetzt zwei Laser im Einschichtbetrieb oder einen Laser im Zweischichtbetrieb
- Bereitstellung der eigenen Produktionsaufträge im Blechnext-Online-Tool bzw. über die ERP-/MES-Schnittstelle.
Für welche Losgrößen eignet sich das MaaS-Konzept?
Durch die digitale Arbeitsvorbereitung ist die automatisierte Laserbearbeitung auch bei kleinen Losgrößen praktikabel und wirtschaftlich
Welche Vorteile bringt mir das MaaS-Konzept?
Ihre Vorteile finden Sie hier. Im Kurzüberblick:
- höherer Automatisierungsgrad für eine Effizienzsteigerung Ihrer Produktion
- Überwachung und Entstörung der Anlagen 24/7 über das Internet, was sehr hohe Laufzeiten ermöglicht
- Wettbewerbsfähiger Stundensatz
- kein Programmier-Know-how nötig
- weitere Blechteile-Aufträge von Blechnext
Welche Kosten entstehen für mich?
Für unseren Remote-Service vereinbaren wir in unserem Partnervertrag eine monatliche Mindestauslastung der Maschine. Der Betrag beinhaltet sämtliche Services, die wir erbringen.
Sie stellen zudem den Hallenplatz, Strom und Schneidgase zur Verfügung und übernehmen die Regelwartung/Reinigung.
Wie sind die Zahlungsbedingungen?
Monatliche Zahlung, basierend auf den programmierten Maschinenstunden.
Welche Aufgaben und Pflichten habe ich als Blechverarbeiter?
- Sie stellen den Hallenplatz, Strom und Schneidgase zur Verfügung und übernehmen die Regelwartung und Säuberung.
- Bereitstellung Ihrer Produktionsaufträge in unserem Online-Tool
- Sicherstellung der Mindestauslastung
Welche Vorteile hat die TruLaser Center 7030?
Die Vorteile und Funktionalitäten der TruLaser Center 7030 finden Sie hier. Ihr Kurzüberblick:
- Vollautomatisierte Prozesse mit geringem Personalbedarf
- Besonders kratzarme Bearbeitung
- Remote-NC-Programmierung durch Blechnext
- Sichere Trennung der Bleche beim Beladen der Rohtafeln auf die Bürstentische
- Hochdynamisches Schneiden
- Intelligente Trennung und Sortierung von Gutteilen und Schrott
- Sichere Teileentnahme, kein Verkanten
- Prozesssichere Fertigung: hohe Maschinenlaufzeiten und geringere Bearbeitungskosten
Wie lange ist die Laufzeit des Partnervertrags?
Die Laufzeit des MaaS-Modells ist 5 Jahre und kann selbstverständlich verlängert werden.
Wie sind die operativen Abläufe (Übertragung der Produktionsdaten, Materialzu- und abfuhr, Resttafelhandling)?
Die Übertragung der Produktionsdaten erfolgt über ein Webportal oder unsere Schnittstelle zu Ihrem ERP- oder MES-System.
Im Anschluss erfolgt durch uns die Produktionsplanung, Schachtelung und die NC-Programmierung, die über das Internet auf die Maschine aufgespielt wird.
Dann trifft der Datenfluss auf den Materialfluss: Ihre Mitarbeiter stellen entsprechend den jeweiligen Aufträgen das Rohmaterial zur Verfügung und legen die Rohbleche in den Lagerturm.
Die fertigen Teile lagert die Maschine automatisiert in das angeschlossene Lager ab, bis Ihre Mitarbeiter die fertigen Teile entnehmen. Das Lager ist so geräumig, dass die Teile eine Wochenendschicht bequem aufgenommen werden können.
Da wir auf eine präzise Produktionsplanung mit einem ausgefeilten Nesting setzen, wird es wenig Abfälle und damit wenig Bedarf für ein Resttafelhandling geben.
Wie viel Personaleinsatz benötigt die Maschine?
Der Personaleinsatz an der TruLaser Center 7030 ist sehr gering, da sie aufgrund ihrer automatisierten Prozesse und ihres großen Rohmaterial- und Fertigteilelagers viele Stunden mannlos fertigen kann. Ihre Mitarbeiter sorgen vor allem für die Intralogistik, Materialfluss, Handgriffe zur Entstörung und die Regelwartung.
Erhalten meine Mitarbeiter eine Schulung an der Anlage?
Ja, zur Inbetriebnahme führen wir eine Schulung für alle Mitarbeiter, die mit der Anlage zu tun haben, durch, die aufgrund der vollautomatisierten Abläufe einen angepassten Umfang hat. Darin gibt es Hinweise zum Be- und Entladen des Rohmaterials und der fertigen Teile, sowie Informationen zu Wartung und Reinigung. Besondere Maschinenbedienungskenntnisse sind nicht erforderlich.
Wie erfolgt die Programmierung und Entstörung der Anlage?
Für die Programmierung und Entstörung der TruLaser Center 7030 müssen wir von Blechnext nicht vor Ort sein. Beides ist per Fernzugriff über das Internet möglich. So können wir schnell reagieren (Mo bis Fr, mind. 16 Stunden täglich; mittelfristig 24-Stunden-Support von Mo bis Sa) und die Anlage für die Weiterproduktion wieder bereitstellen.
Im Fall eines Maschinendefekts: Stellt Blechnext vor Ort technischen Support bereit?
Sollten Defekte an der Anlage auftreten, können Sie auf den Trumpf-Service zurückgreifen. Dadurch sind sehr schnelle Reaktionszeiten möglich, auch für einen Einsatz vor Ort.
Was passiert, wenn ich in einem Monat die Mindestauslastung unterschreite?
Unterschreiten Sie in einem Monat das Mindestvolumen, wird die vertraglich festgelegte Mindestzahlung trotzdem fällig.