Blechnext-Geschäftsführer Dr. Frederick Struckmeier und Operations Manager Marc Unger vor einer automatisierten Biegezelle (nur Beispielaufbau), ), in der die komplexen manuellen Bearbeitungsschritte komplett entfallen.

Remote-Partnermodell für automatisierte Biegezellen

Neuheit in der Blechbearbeitung: Machine-as-a-Service für Biegezellen

Nach Machine-as-a-Service (MaaS) für Laserschneidmaschinen geht Blechnext den nächsten Schritt und bietet eine Neuheit in der Blechbearbeitung: einen Remote-Service für automatisierte Biegezellen.


Machine-as-a-Service für den Biegevorgang beinhaltet die Anschaffung einer Automatisierungszelle durch Blechnext, die mit einer beim Blechverarbeiter bereits vorhandenen oder neu zu erwerbenden Biegemaschine (herstellerunabhängig) verknüpft wird, sowie die gesamte Remote-Programmierung, -Überwachung und -Entstörung. Das blechverarbeitende Unternehmen verpflichtet sich in diesem Modell zu einer vertraglich vereinbarten Mindestauslastung der Biegezelle, während Blechnext den gesamten Betrieb verantwortet.

Komplexe Biegeprozesse automatisieren

Den Biegevorgang komplett zu automatisieren, ist nicht trivial, denn im Gegensatz zum Laserschneiden ist beim Biegen bzw. Abkanten von Blechen bisher viel menschliches Know-how gefragt: die Planung der Biegeabfolge, die Einschätzung von Materialabweichungen durch den physikalischen Prozess oder die Führung des Blechs, um Fehlbiegungen vorzubeugen. Durch Automatisierungszellen, die mit einer Biegemaschine kombiniert werden, lässt sich der Abkantvorgang mannlos durchführen.

Die Biegezelle von Blechnext

Die Biegezelle von Blechnext besteht aus einer Biegemaschine – die bereits vorhanden sein kann oder neu erworben wird – sowie einer vorgebauten Automatisierungszelle von Starmatik. Das Handling der Bleche, das zuvor von Facharbeitern vollzogen wurde, übernimmt hier ein spezialisierter Roboter mit mehreren Greifern, die jeweils mit Saugnäpfen, Magnetgreifern oder einem Zangen-Tool ausgestattet sind und auf das Teilespektrum des Blechbearbeiters individuell abgestimmt werden. Der Softwareprozess, der Biegemaschine und Automatisierungszelle verbindet, ermöglicht hohe Effizienz und Qualität. Hinzu kommt eine präzise Mess- und Kameratechnik, die die Einhaltung von Toleranzen beim Einfahren neuer Teile sicherstellt und zur automatischen Qualitätsprüfung bei großen Losgrößen genutzt werden kann. Die Automatisierungszelle kann, wenn die Materialbeladung und -entladung sichergestellt ist, vollständig automatisch laufen, inkl. der Rüstvorgänge der Biegemaschine und der Greifer des Roboters.


„In der Zelle“: Marc Unger, Operations Manager bei Blechnext, überprüft das mithilfe des Roboterarms in der Biegezelle automatisiert abgekantete Blechteil.

Davon profitieren Blechbearbeiter

Blechbearbeiter profitieren dreifach:

  1. Es sind keine Programmierkenntnisse oder umfassendes technisches Know-how für die komplexe Biegezelle nötig, da Blechnext sämtliche Aufgaben zur Einrichtung, Programmierung, Überwachung und Entstörung der Anlage per Remote Control übernimmt.
  2. Eine Automatisierung des Biegevorgangs ermöglicht deutlich höhere Laufzeiten und eine höhere Produktivität der Maschine; der Biegeprozess wird effizienter und kostengünstiger. Neben Großserien sind abhängig vom Bauteil auch kleine Stückzahlen möglich.
  3. Die automatisierte Biegezelle ist eine Antwort auf den enormen Fachkräftemangel in diesem Bereich, da eine weitgehend mannlose Fertigung erreicht wird. Bediener müssen lediglich das Material bereitstellen und Wartungen durchführen.

Alternatives Partnermodell

Neben der Leasing-Variante kann das blechverarbeitende Unternehmen die Automatisierungszelle (oder die gesamte Biegezelle) auch selbst anschaffen, während sich Blechnext ebenfalls um die gesamte Remote-Bereitstellung und den -Betrieb kümmert.

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Über Blechnext:

Die PioneerLight Technology GmbH bietet über Blechnext Lösungen, um die Blechbearbeitung durch Digitalisierung und Automatisierung effizienter zu gestalten. Die Kombination aus Branchen-Know-how, Prozessexpertise und Innovationsgeist bildet die Grundlage für das Angebot aus zwei Kooperationsmodellen: Erstens ein nutzerfreundliches Online-Portal, über das Kunden Laserzuschnitte und Abkantteile direkt anfragen und beauftragen können. Dieses Portal ermöglicht eine erhebliche Zeitersparnis und eine verlässliche Kostenkalkulation. Zweitens bietet Blechnext ein innovatives Partner-Modell namens Machine-as-a-Service an. Dabei erwirbt und betreut Blechnext eine vollautomatisierte Laserschneid- oder Biegemaschine, die der Kunde in seiner eigenen Fertigung nutzt. Durch die digitalen und automatisierten Angebote können Industriekunden präziser planen, effizienter kalkulieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Besonders das Machine-as-aService-Modell ermöglicht es Blechbearbeitern, kostengünstig auf automatisierte Maschinen umzusteigen und so ihre Produktivität zu erhöhen.